L-Methionin

L-Methionin gehört zu den schwefelhaltigen Aminosäuren, die als Bausteine für Proteine dienen = proteinogene Aminosäuren. Schon früher wurde der Wirkstoff zur Zusatz- oder Nachbehandlung bei Harnwegserkrankungen verwendet. Methionin ist eine essentielle (lebensnotwendige) Aminosäure, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Für den Aufbau der Muskeln benötigt man Aminosäuren, unter anderem Methionin. Führt man dem Körper mehr zu als der normale Erhalt der Muskeln benötigt, muss dies wieder abgebaut werden. Dabei entsteht ein Salz (Sulfat) und positiv geladene Teilchen (Protonen); diese führen zu Übersäuerung des Urins. Grundsätzlich ist Übersäuerung nicht gerade wünschenswert. Bei der Behandlung von Harnwegserkrankungen wird dieser Effekt jedoch ausgenutzt, denn ein saurer pH-Wert ist hierbei oft günstig. Durch die Übersäuerung wird das Bakterienwachstum in der Blase gehemmt, Nierensteine bilden sich somit seltener und manche Antibiotika werden positiv in ihrer Wirkung unterstützt. Der Ablauf von Aufnahme, Ausscheidung und Verwertung: Die Aminosäure wird über den Mund aufgenommen und vollständig aus dem Darm ins Blut aufgenommen. Das Methionin wird verteilt und Überschüsse abgebaut. Die Umwandlungsprodukte werden anschließend über Stuhl und Urin ausgeschieden. Somit eignet sich die Aminosäure indirekt zur besseren Löslichkeit von Phosphatsteinen in den Harnwegen und zur Unterstützung einer Behandlung bei Harnwegserkrankungen. Außerdem wirkt Methionin noch fettlösend und verhindert zu starke Fetteinlagerungen in die Leber. Zudem fördert die Aminosäure die Entgiftung, indem sie die Ausscheidung der Schwermetalle ankurbelt. Nicht zu vergessen, benötigt unser Organismus das Methionin, um das Spurenelement Selen verwerten zu können.